Jens Kerstan

Moin Moin!

Ich bin Jens Kerstan. Seit dem 15. April 2015 bin ich Senator für Umwelt und Energie der Freien und Hansestadt Hamburg. Davor, von 2008 bis 2015, war ich Vorsitzender der GRÜNEN Bürgerschaftsfraktion. In der Fraktion habe ich mich als Fachpolitiker um die Themen Haushalt, Finanzen, Umwelt und Energie gekümmert.

Auf diesen Seiten möchte ich Ihnen etwas über mich, meinen Weg in die Politik und meine inhaltlichen Schwerpunkte erzählen. Viel Spaß beim Klicken und Scrollen!

1998: Einstieg in die Politik

Zu den Grünen bin ich über die Umweltbewegung gekommen. Ich war Vorsitzender des Naturschutzverbandes GÖP e.V., länger sogar als ich Mitglied bei den GRÜNEN bin. 1999 hatten wir zusammen mit anderen Verbänden die Idee, die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung zu gründen. Die Stiftung fördert bis heute erfolgreich soziale und ökologische Projekte, finanziert aus Bingo-Lottogeldern. In den Verhandlungen über die Errichtung der Stiftung habe ich damals die Verbände gegenüber dem Hamburger Senat vertreten. Kurz davor bin ich bei den Grünen eingetreten, denen ich als Naturschützer schon immer nahe stand.

Umwelt- und Klimaschutz

Die Natur hat mich schon als Kind fasziniert und auch heute noch verbringe ich so oft es geht meine Freizeit in der Natur. Ich bin überzeugt: Unser Leben ist reicher, wenn wir sehen, dass sie mehr ist als nur Rohstoff oder Ressource. Darum kämpfe ich dafür, dass Natur und Umwelt in der Politik einen höheren Stellenwert bekommen – und ökonomische Interessen nicht automatisch das letzte Wort haben. Der Klimaschutz ist eine riesige Herausforderung, auch für Hamburg. Wenn wir bei Neubauten und Sanierungen, im Verkehr und bei den Energiesystemen umsteuern, dann können wir viel fürs Klima und für die Umwelt- und Lebensqualität erreichen. Dabei dürfen wir der Frage nach unserem Lebensstil und den Grenzen des Wachstums nicht ausweichen.

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2002-2008: Grüner Wirtschaftspolitiker

Von 2000 bis 2002 war ich Vorsitzender der GAL Bergedorf. 2001 nach dem Ende von Rot-Grün wurde ich Vize-Landesvorsitzender. Ein Jahr später kam ich als Nachrücker in die Bürgerschaft. Meine Schwerpunktthemen waren damals Wirtschaft, Hafen und die Vereinbarkeit von Ökologie und Ökonomie. Hier konnte ich meine Ausbildung als Volkswirt ebenso einbringen wie meine Berufserfahrung beim Maschinenbaukonzern Hauni. Als erster Hamburger Grüner habe ich mich damals damit klar als Wirtschaftspolitiker definiert.

Wirtschaft und Hafen

Ist das Bruttoinlandsprodukt das Maß aller Dinge? Warum ist fairer Handel keine Selbstverständlichkeit? Wie schaffen wir es, nicht länger auf Kosten zukünftiger Generationen zu leben? Diese Fragen stellen sich viele Menschen, auch ich. Für den Hamburger Senat ist alles gut, solange der Containerumschlag im Hafen wächst. So simpel ist das aber nicht. Geld für Hafeninvestitionen fehlt der Stadt an anderer Stelle; bei der Elbvertiefung sollen Steuerzahler und Umwelt einen Preis zahlen, der in keinem Verhältnis mehr zum Nutzen steht. Ich setze mich ein für eine GRÜNE Wirtschaftspolitik, die ökonomische Prozesse ökologisch nachhaltig und sozial gerecht gestaltet. Geld verdienen lässt sich so trotzdem. Wer die richtigen Prioritäten setzen will, darf sich nicht vom Wachstumswahn leiten lassen.

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2008-2010: Schwarz-Grün

Mit dem ersten schwarz-grünen Bündnis auf Länderebene haben wir 2008 in Hamburg Geschichte geschrieben. Sogar das japanische Fernsehen hat damals die Koalitionsverhandlungen begleitet. Trotz des vorzeitigen Endes der Koalition: Die Ergebnisse haben das Wagnis gerechtfertigt. Wir haben zum Beispiel mit Hamburg Energie wieder ein stadteigenes Energieunternehmen entstehen lassen, die Kreativgesellschaft gegründet, die Hauptschule abgeschafft und den A7-Deckel auf den Weg gebracht. Während der Koalition mit der CDU war es meine Aufgabe als Fraktionsvorsitzender, unsere GRÜNE Eigenständigkeit zu wahren. Als Haushaltspolitiker habe ich mich mitten in der Finanzkrise viel mit der HSH Nordbank beschäftigen müssen. Hier stand viel Steuergeld auf dem Spiel. Als HSH-Chef Nonnenmacher politisch untragbar wurde, habe ich für seinen Rauswurf gekämpft.

Vorstand

In der schwierigen Phase nach dem Ende der Koalition und dem enttäuschenden Wahlergebnis 2011 habe ich die Fraktion auf Kurs gehalten und geholfen, uns in der Opposition neu aufzustellen. Mein Prinzip dabei war immer: Erfolgreiche Politik schaffen wir nur gemeinsam. Als Kontrollinstanz der Senatspolitik zeigen wir auf allen Feldern, wo etwas schief läuft, und entwickeln gleichzeitig unsere Vorschläge für eine alternative Politik. Manchmal bläst der Wind kräftig von vorn – ohne Spaß an kontroversen Debatten und manchmal harten Auseinandersetzungen kann man den Job als Fraktionsvorsitzender nicht machen. Wichtiger sind mir aber positive Rückmeldungen und Unterstützung von Bürgerinnen und Bürgern und Initiativen.

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2013: Wir holen unsere Netze zurück!

Sollen wir die Energiewende wirklich Vattenfall, E.on & Co überlassen? Der Senat wollte das so, und wir haben das - gemeinsam mit den Umweltverbänden und zehntausenden Bürgerinnen und Bürgern - beim Volksentscheid im September 2013 erfolgreich verhindert. Für mich war das nicht nur eine energiepolitische Entscheidung, sondern eine Grundsatzfrage unserer Gesellschaft. Die Gegner aus SPD-Senat, Handelskammer und Stromkonzernen starteten für zig Millionen Euro eine gigantische PR- und Werbekampagne. Der Gegenwind hatte bisweilen Orkanstärke – aber am Ende haben der Bürgerwille, das Klima und wir gewonnen. Am selben Abend hatten die Hamburger GRÜNEN bei der Bundestagswahl das beste Länderergebnis. Das hat mir gezeigt: Wenn wir mit Herzblut für das richtige Thema kämpfen, können wir viel bewegen.

Energiepolitik

Die aktuellen Weichenstellungen haben die Energiepolitik zu meiner derzeit größten Baustelle gemacht. Weg von Kohle und Atom, hin zu den Erneuerbaren Energien: Die Energiewende muss gelingen, damit der globale Klimaschutz vorankommt. Für Hamburg bietet sich hier die Chance, dass Lebensqualität und Wohlstand steigen. Energie gehört zur Grundversorgung, daher muss hier Gemeinwohl über Profit stehen. Dafür setze ich mich ein, die Mehrheit der Hamburgerinnen und Hamburger sieht das auch so. Mit dem Ja zum Netzerückkauf wurde eine wichtige Voraussetzung für die Energiewende in Hamburg geschaffen. Aber da ist längst nicht alles in trockenen Tüchern: Jetzt gilt es, die Energiewende konkret umzusetzen – durch dezentrale Netze, Entscheidungen über Kraftwerke und Kapazitäten.

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2014: Haushalt & Finanzen

Doppik, globale Minderausgabe, bereinigte Gesamtausgaben - Haushaltspolitik kommt oft staubtrocken und mit sperrigen Begriffen daher. Aber sie ist der Dreh- und Angelpunkt des politischen Geschäfts, denn ohne Finanzierung kann man wenig ändern. Im Haushalt versteckt der Finanzsenator in Tabellen und Grafiken, dass er zwar vom Konsolidieren redet, tatsächlich aber die Ausgaben erhöht und weiter neue Schulden macht. Das zu benennen ist meine Aufgabe als Finanzpolitiker in der Opposition. Schließlich ist die Budgethoheit das vornehmste Recht des Parlaments. Die Funktion des Haushälters hatte ich zuvor auch in der Regierungsverantwortung unter Schwarz-Grün. Da lautete die Herausforderung, mitten in der Finanzkrise die Budgets so aufzustellen, dass die Stadt handlungsfähig blieb.

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